Intubation
Indikation:
- akute respiratorische Insuffizienz (SO2 < 90% trotz O2-Gabe, Bradypnoe/Tachypnie)
- Bewusstlosigkeit mit Aspirationsgefahr
- GCS < 9
- Polytrauma, Schädel-Hirn-Trauma
- pers. Apnoe
- pers. Hypoxämie
- GCS < 9 (GCS von 8 ist nicht automatisch ein Intubationskriterium --> abhängig von vorhandenen Schutzreflexen)
- schweres Thoraxtrauma
- schwerer Schock
- gestörte Schutzreflexe
- Verlegung der Atemwege
- stärkste Schmerzzustände
- Status epilepticus
- Reanimation
Ursachen für Hypoxämie:
- DOPES-Schema als Akronym für:
- D – Dislokation des Tubus aus seiner ursprünlglichen Position (Zahnreihe, ...)
- O – Obstruktion des Tubus durch: Sekret, Abknicken, Kompression, Anlage an der Trachealwand
- P – Pneumothorax und andere pulmonale Ursachen die Lungenödem, Bronchospasmus
- E – Equipment gestört durch Diskonnektion, Abknicken der Schläuche, ...
- S – „Stomach“ überbläht und dadurch bspw. Atelektasen
Besonderheiten beim Säugling:
- Kehlkopf steht 2 Halswirbelkörper höher
- Epiglottis U-förmig
- engste Stelle ist im subglottischen Bereich (federndes Gefühl nach Stimmbandebene --> Tubus zu groß)
- große Zunge
- geringere Apnoetoleranz
Beatmung
Effekte einer Hyperventilation (pCO2 = 20mmHg):
- zerebrale Vasokonstriktion
- Hypokalzämie
- Alkalose
- Verschlechterung der O2-Abgabe an das periphere Gewebe
