Schockraum

Aktivierungskriterien für einen Schockraum: 

  • traumatologisch 
    • c - Problem: 
      • Anlage Tourniquet
    • A/B - Problem
      • Atemstörungen (SpO2 <90%)
      • Z.n. erforderlicher Atemwegssicherung
      • AF <10 oder >29
      • instabiler Thorax
      • Z.n. Thoraxentlastung
      • prähospitale Intervention
    • C - Problem
      • systolischer Blutdruck <90 mmHg
      • Herzfrequenz >120/min
      • Schockindex >0,9
      • positiver eFAST
      • mechanisch instabile Beckenverletzung
      • Vorliegen von penetrierenden Verletzungen der Rumpf-Hals-Region
      • Amputationsverletzung proximal der Hände/Füße
      • Katecholamingabe
      • Frakturen von 2 oder mehr proximalen großen Röhrenknochen
      • Verbrennungen >20% und Grad ≥2b
    • D - Problem
      • GCS ≤12
      • sensomotorisches Defizit nach Wirbelsäulenverletzung
    • E - Problem
      • Hypothermie <35,0°C
    • Mechanismus: 
      • (Ab)Sturz aus > 3m Höhe
      • Verkehrsunfall mit Ejektion aus dem Fahrzeug 
    • geriatrische Patienten --> großzügig
      • RRsys <100mmHg
      • bekanntes oder vermutetes Schädel-Hirn-Trauma und GCS ≤14
      • 2 oder mehr verletzte Körperregionen
      • Fraktur eines oder mehrerer langer Röhrenknochen nach VU
  • nicht-traumatologisch
    • A - Problem
      • (drohende) Atemwegsverlegung
    • B -Problem
      • (drohende) respiratorische Insuffizienz
        • Oxygenierungsstörung 
        • initiale spO2 ≤85% unter Raumluft oder 
        • spO2 ≤89% unter 6 L O2/min 
        • Atemfrequenz ≤6/min bzw. ≥30/min
        • Dyspnoe mit drohender muskulärer Erschöpfung
        • (nicht‑)invasive Beatmung oder High-Flow-Sauerstofftherapie 
        • Inhalationstrauma (thermisch, toxisch, chemisch)
    • C - Problem 
      • hämodynamische Instabilität 
        • systolischer Blutdruck <80 mmHg 
        • Herzfrequenz ≤40/min bzw. ≥180/min
        • medikamentöse Kreislaufunterstützung mit Katecholaminen
        • erfolgte bzw. laufende kardiopulmonale Reanimation 
    • D - Problem 
      • Neurologische Auffälligkeiten 
        • Vigilanzminderung (GCS ≤9) 
        • neurologisches Defizit 
        • unklare Bewusstlosigkeit
        • Status epilepticus
    • E - Problem
      • Liegetrauma bzw. kritischer Gesamtzustand 
      • Hypothermie ≤32 °C bzw. Hyperthermie ≥40 °C 
      • metabolische Störungen, Elektrolytstörungen 
      • septische Organdysfunktion (qSOFA ≥2)

traumatologisches Schockraumteam gemäß TraumaNetzwerk DGU: 

  • 1× Orthopädie und Unfallchirurgie (mind. fachärztlicher Standard)
  • 1× Chirurgie (in Weiterbildung) 
    • Orthopädie und Unfallchirurgie oder 
    • Viszeral- bzw. Allgemeinchirurgie
  • 1× Anästhesiologie (fachärztlicher Standard) 
  • 3× Pflegekraft (1× Anästhesiologie und 2× ZNA) 
  • 1× medizinisch-technische Radiologieassistenz
  • erweitert: oberärztliche Unterstützung, weitere Fachabteilungen wie HNO, MKG, Radiologie, ... 

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