Fremdkörperaspiration
- wenn ein Fremdkörper durch Verschlucken oder Einatmen ins Tracheobronchialsystem gelangt
Epidemiologie:
- v.a. zwischen 6 Monaten und 5 Jahren
- geriatrische Patienten
Ätiologie:
- Nahrungsmittelstücke (z.B. Erdnüsse)
- kleine Spielzeugteile
- Tabletten
- Zähne
- Batterien
- Nadeln
- Schrauben
Pathophysiologie:
- öfter in den rechten (steiler) als in den linken Bronchus
- Ventilstenose bei partieller Verlegung --> Überblähung des jeweiligen Lungenflügels mit Mediastinalverlagerung
- Atelektase bei kompletter Verlegung
Symptome:
- plötzlich auftretende, anfallsartigee Reizhustenattacken
- Zeichen der Dyspnie
- Stridor:
- extrathorakal: inspiratorisch
- intrathorakal: exspiratorisch
Diagnostik:
- Anamnese
- Auskultation
Therapie:
- effektiver Hustenreiz --> Abwarten
- ineffektiver Hustenreiz
- intaktes Bewusstsein
- Kinder/Säuglinge:
- Lagerung in Kopftief- und Bauchlage auf den Schoß oder Unterarm
- Kopf stabilisieren und dosierte Schlägen auf den Rücken zwischen die Schulterblätter
- wenn erfolglos, dann im Wechsel: 5 Thoraxkompression in Kopftief- und Rückenlage bis effektiver Husten eintritt oder Fremdkörper entfernt ist
- Erwachsene/ältere Kinder:
- der Betroffene sitzt und beugt sich nach vorne --> dosierte Schläge auf den Rücken
- wenn erfolglos, dann 5x Heimlich-Manöver (geht auch bei älteren Kindern)
- Kinder/Säuglinge:
- Bewusstlosigkeit --> Reanimation
- intaktes Bewusstsein
