Hypoglykämie

Defiition (Whipple-Trias): 

  • Blutzucker: <50mg/dL
  • hypoglykämische Symptomatik 
  • Milderung der Symptomatik bei Anhebung des Glucosespiegels

Ätiologie: 

  • Diätfehler (unzureichende Nahrungsaufnahme, Alkoholkonsum)
  • Überdosierung von Insuilin und Antiiabetika (wie Sulfonylharnstoffe und Glinide)
  • körperliche Anstrengung (und damit reduzierter Insulinbedarf)
  • Wechselwirkung mit anderen Medikamenten (ß-Blocker, ACE-Hemmer)

Diagnostik: 

  • BZ-Messung (bei jeder Bewusstseinsstörung)

Symptome: 

  • Unruhe, Schwitzen, blasse Haut, Tachykardie, Palpitationen, Tremor,  Heißhunger 
  • durch Minderversorgung des Gehirns mit Zucker: Verwirrtheit, Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Konzentrationsstörungen, Konvulsionen, Müdigkeit

Therapie: 

  • wache Patienten: 
    • Getränke und Süßigkeiten mit schnell resorbierbarer Glucose (Cola, O-Saft, Gummibärchen, Traubenzucker)
  • bewusstseinsgetrübte Patienten, mit i.v.-Zugang
    • 8-24g Glucose i.v.  (20-60ml Glucose 40% od. 40-120ml Glucose 20%) in eine laufende Infusion
    • Kinder: Glucose 0,2g/kgKG (= 1ml/kgKG von Glucose 20%) in eine laufende Infusion 
  • bewusstseinsgetrübte Patienten, ohne i.v.-Zugang
    • Glucagon 1mg i.m. od. s.c. 
      • = ist der Gegenspieler von Insulin und wirkt auf Leberzellen --> Abbau von Energiespeicher mit konsekutiver Blutzuckeranhebung

Überwachung: 

  • stationäre Überwachung für 24-72h bei:
    • DM und medikationsassoziierter Hypoglykämie
    • nicht vollständigem Symptomrückgang nach Glukosegabe
    • Schwangeren
    • rezidivierende Hypoglykämien

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