Tiefe Beinvenenthrombose (= TVT)

  • 95% aller Phlebothrombosen (= Thrombose einer tiefen Vene) betreffen die untere Extremität 

Risikofaktoren: 

  • positive Anamnese
  • Immobilisation 
  • Adipositas 
  • Alter > 60 
  • aktive Malginome 
  • Östrogentherapie 
  • Schwangerschaft
  • chronische Erkrankungen wie Herzinsuffizienz und Rheuma 
  • hereditäte Thrombophilie
    • Faktor-V-Leiden 
    • Prothrombin-Mutation 
    • Faktor-VIII-Erhöhung
    • ...

Pathophysiologie: 

  • Virchow Trias
    • Schädigung des Gefäßendothels (entzündlich od. traumatisch) 
    • Herabsetzen der Blutströmungsgeschwindigkeit (Varizen, Immobilisation, Bettlägrigkeit)
    • Veränderung der Blutzusammensetzung (Hyperkoagulabilität, Thrombophilie)

Symptome: 

  • 10% typische Trias:
    • Schwellung
    • dumpfer Schmerz
    • Zyanose
  • Überwärmung
  • Schweregefühl/Spannungsgefühl 
  • verstärkte Venenzeichnung 
  • oft fällt es erst durch Symptome einer LAE auf (Tachypnoe, Dyspnoe, atemabhängige Thoraxschmerzen, Hämoptysen, ...)

Diagnostik: 

  • Wells Score bei TVT: 
    • Malignom
    • TVT in der Anamnese
    • Immobilisation
    • Bettruhe >3d od. OP in den letzten 3 Monaten
    • Schmerz od. Verhärtung entlang einer tiefen Vene
    • Schwellung des Beines
    • Ödem am symptomatischen Bein 
    • sichtbare Kollateralvenen 
    • alternative DIagnose mind. ebenso wahrscheinlich (-2 Punkte) 
    • → ≥ 2 TVT wahrscheinlich 
  • körperliche Untersuchung: 
    • Meyer-Zeichen: Wadenkompressionsschmerz  
    • Homans-Zeichen: Wadenschmerz bei Dorsalextension des Fußes
    • Payr-Zeichen: Fußsohlenschmerz bei Druck auf mediale Fußsohle 

Therapie: 

  • Kompressionstherapie 
  • Vollmobilisation 
  • medikamentös: 
    • Initialtherapie (5-21 Tage): Apixaban, Rivaroxaban, Heparine
    • Erhaltungstherapie (mind. 3, eher 6 Monate): Apixaban, Rivaroxaban, Dabigatran, Edoxaban, Vitamin-K-Antagonisten, niedermolekulare Heparine
    • Sekundärprävention
      • hohes Risiko: unbefristete Antikoagulation in therapeutischer Dosisy
      • moderates Risiko: ggf. Antikoagulation in verminderter Dosis 
      • geringes Risiko: keine Fortführung der Antikoagulation
  • operativ 

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