Periduralkatheter
Ablauf:
- lokale Anästhesie mit Mepivacain 1% ca. 5ml
- Einstich mit der Periduralkanüle inkl. Mandrin
- Vorschieben um ca. 2–3 cm bis ins Lig. interspinale
- Entfernen des Mandrins
- Aufsetzen einer Spritze mit NaCl 0,9%
- langsames Vorschieben der Periduralkanüle unter stetigem, leichtem Druck auf den Spritzenkolben od. leichten pulsierenden Drücken auf den Spritzenkolben
- abrupter Widerstandsverlust bei Erreichen des Periduralraumes (= loss of resistance = LOR)
- lumbale Periduralanästhesie: 2,5–5 cm
- thorakale Periduralanästhesie: 4–8 cm
- Merken der Eindringtiefe der Periduralkanüle
- Aspirationskontrolle (Ausschluss intrathekale Lage durch negative Liquoraspiration)
- einmalige Gabe eines Lokalanästhetikums (bei intrathekaler Lage = Spinalanästhesie) mit Adrenalin (bei intravasaler Lage = Herzfrequenzanstieg) als Testdosis bspw. 3ml Bupivacain 0,5% mit Adrenalin
- Einführung des Katheterdrahtes ca. 3-5cm weiter als die LOR
- langsames herausziehen der Periduralkanüle unter stetiger Sicherung des Periduralkatheters
- die Tiefe des Katheters kann sich nun anhand der Striche auf dem Katheter ablesen lassen und es ist das Hautniveau zu bestimmen bzw. abzulesen
- im Idealfall ist das Hautniveau = LOR + 3-5cm
- Fixierung durch Ringpflaster
Beschickung:
- intraoperativ:
- Sufentanil Epidural zu Beginn der Operation, idealerweise kurz vor Schnitt um die Wirksamkeit zu beurteilen
- 20µg Sufentanil = 4ml Sufentanil + 6ml NaCl und das alle 1,5h
- Ropivacain (0,75% = 7,5mg/1ml):
- thorakal: 5-15ml Bolus, Wirkbeginn ca. 10-20min, Wirkdauer ca. 3-5h
- lumbal: 15-25ml Bolus, Wirkbeginn ca. 10-20min, Wirkdauer ca. 3-5h
- Sufentanil Epidural zu Beginn der Operation, idealerweise kurz vor Schnitt um die Wirksamkeit zu beurteilen
- postoperativ:
- Ropivacain 0,2% = 2mg/mL mit einer kontinuierlichen Laufrate von 4-14ml/h
- Beginn standardmäßig mit einer Laufrate von 6ml/h (LR 6)
- Ropivacain 0,2% = 2mg/mL mit einer kontinuierlichen Laufrate von 4-14ml/h
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